51ff.)) Wieder muss sie sich entscheiden. Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ und liefert damit wichtige ... Orest ist es, der den letzten dramatischen Konflikt mit einer einfachen Erklärung löst. Nach der Freytagschen´ Dramentheorie besteht das klassische Drama aus 5 Akten, die im Handlungs- und Spannungsverlauf pyramidal angeordnet sind. Das Drama "Iphigenie auf Tauris", 1787 von Johann Wolfgang von Goethe verfasst, spiegelt das Ideal der Humanität in der deutschen Klassik wider. Schauplatz: Hain vor Dianens Tempel. In der dritten Szene des ersten Aktes macht der König Thoas Iphigenie einen Hochzeitsantrag, den sie selbstverständlich ablehnt. Goethes Schauspiel "Iphigenie auf Tauris", welches 1787 in seiner endgültigen Versform fertiggestellt wurde, dreht sich um einen Konflikt zwischen Wahrheit und Lüge bzw. Iphigenie hält mit … Nur er gibt nicht nach und zeigt keine Schwäche, sodass sie ihn auf den göttlichen Willen aufmerksam machen muss. Iphigenie auf Tauris. Schon in der ersten Szene des ersten Aktes wird der Leser mit einem Konflikt des klassischen Dramas „Iphigenie auf Tauris“ auseinandergesetzt. Sie bezeichnet es sogar als „zweiten Tode“ (Vers 53), obwohl die Göttin Diana ihr das Leben erst nach der Opferung durch ihren Vater und der wundersamen Rettung ermöglichte. Währenddessen versucht Pylades durch List und Lüge sich der Opferung zu entziehen und plant eine Flucht von Tauris mit Iphigenie und Orest und den Raub der Statue der Diana. In Goethes Iphigenie auf Tauris, manifestiert sich im dritten Auftritt des ersten Aufzugs der Hauptantagonismus zwischen der sich, gezwungenermaßen, auf der Insel Tauris befindlichen Tochter des Agamemnon Iphigenie und Thoas, dem König der Skythen. Iphigenie lebt in Verbannung auf Tauris, da auf ihrem Geschlecht ein Fluch lastet. Der Konflikt Iphigenie-Thoas auf der Handlungsebene. „Iphigenie auf Tauris“ gehört wahrscheinlich zu Goethes bekanntesten Werken – und das mit Recht! Iphigenie plagen immer mehr Zweifel an ihrem Plan. Learn vocabulary, terms, and more with flashcards, games, and other study tools. Der Entstehungszeitraum von 1779 – 1786 kann als Übergang des Sturm und Drangs in die Klassik gesehen werden. 1779 schrieb der Dichter eine Prosafassung, die er während seiner Italienreise ab 1786 in ein Versdrama umformte. Unter dem Begriff „Moral“ wird aber auch eine Lehre verstanden, die aus einer Erzählung, einem Märchen oder einer Sage hervorgeht. Es geht um die Autonomie der Menschen im Angesicht der Götter. Das Drama Iphigenie auf Tauris wird sowohl als Drama der Autonomie als auch als Drama der Humanität bezeichnet, da es aufzeigt, dass erst der autonome Mensch Humanität verwirklichen kann. Darüberhinaus aktualisiert Iphigenie in der Erzählung ihrer eigenen Errettung vor dem Opfertod in Aulis genau jenes Götterbild, welches sie eigentlich selbst zu hinterfragen hätte und welches Thoas zu eigen ist, und widerspricht damit ihrer eigenen Deutung des göttlichen Willens. Anhand des von Iphigenie vorgetragenen Parzenlieds wird ein zentrales Thema des Dramas verdeutlicht. Vor diesem eigenen Erfahrungshorizont Iphigenies ergibt sich die Diskrepanz der Götterbilder der beiden Antagonisten, indem Iphigenie die Götter als human und gnadenvoll ansieht und dadurch das tradierte Götterbild, der Götter als willkürliche Wesen, nicht mehr vertritt. Interpretation "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang Goethe ... Im fünften Akt, in dem die Katastrophe folgen müsste, wird bei Goethe der Konflikt jedoch aufgelöst, weshalb das Stück auch nicht als Tragödie, sondern als Schauspiel betitelt ist. Autoren; Johann Wolfgang von Goethe; Iphigenie auf Tauris; Interpretation [2] Autonomie. 1. Die Griechin Iphigenie wurde einst von der Göttin Diana vor dem Tod gerettet und auf die Insel Tauris gebracht. Er kann sie schnell zur Lüge überreden, da es um deren Leben handelt. Sie spürt, dass ihm dieser nicht zuteil werden wird, wenn ihr eigenes Handeln auf Lug und Betrug aufbaut. Gleichzeitig will sie Thoas nicht belügen und fühlt sich schuldig, die Menschen auf Tauris wieder der Grausamkeit der Menschenopfer zu überlassen. Die Religion hielt er für das höchste Zeichen der Humanität. Durch diese Art der Auslegung des göttlichen Willens fällt ihm der Entschlußdurchaus leicht Iphigenie ein im Hinblick auf den Schlußdes Dramas relevantes Versprechen zu geben, indem er sagt: “Wenn du nach Hause Rückkehr hoffen kannst, / So sprech‘ ich dich von aller Fordrung los.” (V.293ff.). Insbesondere das auf die Zukunft gerichtete und den traditionellen Vorstellungen widersprechende Götterbild Iphigenies spielt hinsichtlich der Wegnahme des Fluchs des Tantalidengeschlechts die entscheidende Rolle. An Verluste ist sie jedoch nicht gewohnt. König Thoas wirbt um sie als Braut (womit sie immer auf Tauris bleiben müsste); sie lehnt die Werbung ab und kontert mit der Gegenbitte um Heimkehr. 3.1. Dabei dürfen wir uns eine Szene aus Faust oder Iphigenie auf Tauris aussuchen, meine Frage ist jetzt , welches ihr mir empfehlen würdet, bzw. 10 Am Anfang des Dramas gelingt es Iphigenie mit ihrem sittlichen Einfluss auf die Taurier, besonders auf den König Thoas, die Menschenopfer auf Tauris abzuschaffen. Daran sehen wir, dass ihr Charakter etwas Positives hat und zur Hilfsbereitschaft führt, denn sie bittet die Götter, Orest von seinem Wahnsinn zu heilen. Die Menschenopfer werden nicht mehr eingeführt, sodass Iphigenie jetzt nichts mehr hält. Es geht um die Autonomie der Menschen im Angesicht der Götter. Sie bezeichnet es sogar als „zweiten Tode“ (Vers 53), … Gegenüber dem ersten Gebet Iphigenies an Diana (“So gib mich auch den Meinen endlich wieder / Und rette mich, die du vom Tod errettet, / Auch von dem Leben hier, dem zweiten Tode!” (V. Lüge und Freiheit 2. Die Handlung beginnt auf der Insel „Tauris”, welche heute die Krim ist (Schwarzes Meer, Ukraine). Elf Tänzerinnen sind das, die hier die weibliche Priesterschaft bilden und etwa mit Svetlana Gileva und Gina Scott hochkarätig besetzt sind. Bei der Ankunft von ihrem Bruder Orest und seinem Cousin Pylades vertraut sie ihnen problemlos, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen. 290ff.). Sie wurde von der Göttin Diana gerettet und in ein barbarisches Land entführt, um dort Dianas Pristerin zu werden. Jedoch dachte sie egoistisch mehr an das eigene Leben und das eigene Wohlbefinden, welches sie selbst in die Hand nahm und von nun an eigenständig bestimmte. „Iphigenie auf Tauris“ gehört wahrscheinlich zu Goethes bekanntesten Werken – und das mit Recht! Durch ihr Einsetzen ging dieser von dem Brauch der Menschenopfer ab. Schliesslich war er ja in all den Schlachten auch ohne dieses Ritual erfolgreich.Der Typ schnallt eh nicht wirklich was da oben abgeht, vielmehr verlässt er sich in den göttlichen Angelegenheiten auf Iphigenie.Viel wichtiger für das Verständniss des Werks ist der Vergleich der Götterbilder Iphigenies und Orests. Nicht das Rückholen der Schwester Apolls war durch den Orakelspruch gemeint, sondern die „eigene“ Schwester soll er nach Mykene heimführen. Der an dieser Stelle des Dramas auftretende Konflikt der beiden Antagonisten, die sich in dieser Szene zum ersten Mal begegnen, lässt sich hierbei im Speziellen auf zwei Ebenen reduzieren. Agamemnons Tochter Iphigenie dient auf Tauris als Priesterin der Diana und wünscht sich die Rückkehr in die Heimat. Schon in der ersten Szene des ersten Aktes wird der Leser mit einem Konflikt des klassischen Dramas „Iphigenie auf Tauris“ auseinandergesetzt. Dennoch zeichnet sich vor allem durch das Erscheinen des von Rachegeistern geplagten Orests, des Bruders Iphigenies, eine Lösung des Konflikts und eine Wegnahme des Tantalidenfluchs durch das veränderte Götterbild Iphigenies ab, die nicht mehr bereit ist, die tradierten Vorstellungen zu tragen. Denn auch Iphigenie sollte einst Diana geopfert werden, allerdings war “Ihr (Diana) [...] mein Dienst willkommner als mein Tod.” (V.527). Ein Schauspiel. Zugleich wünscht sie sich den Segen der Götter für das Geschlecht des Tantalus. Diese Sicht der Dinge kann Thoas allerdings nicht akzeptieren und spielt Iphigenies Hoffnung auf eine baldige Rettung von Tauris herunter, indem er das Herzmotiv aufgreift, welches er als unvernünftig (“[...] was dein Herz dich heißt, / und höre nicht die Stimme der Vernunft”) und als Hort des Triebes (“[...]und gib / Dich hin dem Triebe, der dich zügellos [...] dahin oder dorthin reißt.” (V.466)) ansieht. Allerdings ist Thoas nicht bereit den Willen Iphigenies zu akzeptieren und drängt im Folgenden auf die Auflösung der von Iphigenie bislang geheimgehaltenen Abkunft, welche sie zunächst zwar noch zu verbergen sucht um Thoas “[...]Entsetzen[...]” und “[...]Schauer[...]” (V.269ff.) Gleichberechtigung steht bei ihr ganz vorne, weil sie als Frau nicht untergeordnet sein und nicht von anderen bestimmt werden möchte. Zu den guten Taten gehören zum Beispiel Menschenliebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Mitleid. Außerdem äußert sie mutig den Willen, als eine Frau mehr erreichen zu können und zu wollen. Anhand des von Iphigenie vorgetragenen Parzenlieds wird ein zentrales Thema des Dramas verdeutlicht. : Noten zur Literatur. Doch Iphigenie versucht den Antrag des Königs zu Beginn des Dialogs durch den Vorwand “Der Unbekannten bietest du zu viel, / O König, an.” (V.251) abzuwehren, obgleich der wahre Grund für die Ablehnung der Heirat durch Iphigenie vielmehr in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr ihrerseits liegt, welche durch eine Einwilligung verbaut wäre. Dieser, gerade von einem Rachefeldzug gegen die Mörder seines Sohnes heimgekehrt, erhofft durch diese Heirat sein um die Nachfolge des Throns besorgtes Volk zu besänftigen. 10 Am Anfang des Dramas gelingt es Iphigenie mit ihrem sittlichen Einfluss auf die Taurier, besonders auf den König Thoas, die Menschenopfer auf Tauris abzuschaffen. https://www.philipphauer.de/info/d/aufbau-drama-macbeth-iphigenie So entgegnet er auch Iphigenie, die Diana um ein Zeichen bittet “[...]wenn ich [Iphigenie] bleiben sollte.” (V.447), daß: “Das Zeichen ist, daßdu noch hier verweilst”(V.448). Für sie ist es wichtig, sich des eigenen Verstandes zu bedienen und vernünftig zu handeln, ohne dabei von den Gefühlen stark beeinflusst zu werden. Die „Übersetzung” des 1. Iphigenie plagt schreckliches Heimweh, aber dennoch will sie ihrer Retterin Diana gegenüber nicht undankbar sein und auch der Heiratsantrag des Königs bringt sie in Konflikt, da sie sein Vertrauen nicht enttäuschen will, ihn aber keinesfalls heiraten möchte, denn dann würde sie auf Tauris bleiben müssen. Die Eheschließung würde sie für immer auf der Insel fesseln und sie von Thoas abhängig machen. Die Funktion der Exposition anhand „Iphigenie auf Tauris“ Im Folgenden soll die Funktion der Exposition in einem Drama erläutert, und anschließend auf das Drama „Iphigenie auf Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe übertragen werden. Akt. Auf seiner Suche nach sittlichen Maßstäben schuf Goethe vier Fassungen der Iphigenie, die reichlich Stoff für einen langen und langatmigen Theaterabend gegeben hätten. DER KONFLIKT IPHIGENIE-THOAS AUF DER HANDLUNGSEBENE, 3. - Hohes Honorar auf die Verkäufe Dies kann unter anderem mit dem Kunstbegriff der Klassik in Verbindung gebracht werden, der von Joachim Winckelmanns „edler Einfalt und stiller Größe“ geprägt … κάθαρσις kátharsis „Reinigung“) bezeichnet die psychische Reinigung (Reinigung von … Sie will unbedingt zu ihrer Familie wieder nach Hause, obwohl sie schon lange Zeit auf Tauris lebt und der Diana als Priesterin dient. Auftritt. Konflikte werden positiv gelöst. In: Ders. Die Katharsis (gr. Die Bedeutsamkeit der Humanität könnte der Mensch dann durch sein Verhalten verändern. Liebes Tagebuch, noch immer bin ich hier auf Tauris, nahe Griechenland. Bevor ich das Menschenideal erläutern will, möchte ich kurz Inhalt des klassischen Dramas wiedergeben. Iphigenie entscheidet sich, Thoas die ganze Wahrheit zu erzählen. Iphigenie auf Tauris ist ein Bühnenstück von Johann Wolfgang von Goethe nach der Vorlage von Euripides Iphigenie bei den Taurern. Iphigenie auf Tauris ist ein typisches Beispiel für ein klassisches Drama, weil es das Humanitätsideal mehr als alle anderen Werke hervorhebt. Iphigenie ist die Verbindung zwischen Antike und Moderne. In diesem Moment hat Thoas genug von der Diskussion und ihren Ausreden, sodass er die Konsequenz hat, die alten Menschenopfer wieder einzuführen. Ihr Befinden ist von dem Konflikt zwischen Pflicht und Neigung sowie Sittlichkeit und Sinnlichkeit geprägt. Hier besteht der Konflikt wieder darin, dass Iphigenie den Wunsch hat, zu fliehen und somit auch die Verantwortung für Orest und ihren Cousin Phylades trägt. Seiner Meinung nach war die Bildung der Humanität das wichtigste Ziel im Leben. Iphigenie lehnt das ab und damit ist der Konfliktfall da. 1780 erste Versfassung, 1781 dann wieder Prosa-Fassung. Im Dialog identifiziert sich Iphigenie klar mit der kommunikativen Konfliktlösung, die auf dem Grundwert Humanität beruht. Aber was soll sie tun, um mit „reinem Herzen“ (Vers 1701) zu fliehen!? Wer moralisch handelt, ist zudem anständig und diszipliniert. Erneute Bearbeitung 1781, dann ruht die Arbeit bis zur Italienreise, 1787 endgültige Fassung (Blankvers) in Rom verfertigt und an Herder geschickt. Mit seiner Iphigenie zeigt Goethe nicht nur den Konflikt zwischen Zwang und Wille auf, sondern zeigt dem Leser auch das Menschenideal. Tantalus, Mensch und Vorfahre Iphigenies provozierte die Götter indem er ihnen seinen eigenen Sohn zum Mahl vorsetzte, um die Allwissenheit der Götter zu prüfen. Iphigenie auf Tauris Personen. Pylades entwirft einen Fluchtplan, der aber nur mit Hilfe einer Lüge und List funktioniert. Die Göttin Am Anfang hatte er nur wegen ihr die Menschenopfer abgeschafft und sich um sie gekümmert. Studiengebühren von der Steuer absetzen. Gefühle und Neigungen stehen hierbei an zweiter Stelle, denn sie führen uns in der Regel zum „Schlechten“. Iphigenies vierter Konflikt: Der Fluchtplan, Iphigenie, Orest und Pylades wollen gemeinsam wieder heimkehren. Der Wunsch des Skythenkönigs Thoas Iphigenie, die auf Tauris als Tempelpriesterin tätig ist, “Als Braut in meine Wohnung einzuführen” (V.250)1 stellt im Wesentlichen die Rahmenhandlung des sich abzeichnenden Konflikts zwischen Iphigenie und Thoas dar. Auftritt: Begründung Heiratsantrag, Abweisung Iphis … Denn durch das Versprechen Thoas Iphigenie im Falle eines Zeichens der Göttin freies Geleit zu gewähren3, akzeptiert er die zukünftigen Ereignisse als relevant für seine eigene Entscheidung und manifestiert in gewisser Weise seine Fehlinterpretation des göttlichen Willens. HANDLUNG - linear (keine Sprünge) - einheitlich, in sich abgeschlossen - eng verknüpfte, psychologisch konse-quente Abfolge (Szenen und Akte sind nicht austausch-bar) - keine Sprünge und Lücken - nur Haupthandlungen - Nebenhandlungen führen zur Haupthandlung. Adorno, Theodor W.: Zum Klassizismus von Goethes “Iphigenie”. Um diese Bindung nicht eingehen zu müssen, überlegt sie sich schnell einige Ausreden. So sieht sich Iphigenie, motiviert durch ihre Rettung vom Opferaltar in Aulis, nun als Untergebene der Göttin: “Hat nicht die Göttin, die mich rettete, / Allein das Recht auf mein geweihtes Leben?” (V.438ff. Dabei sollte der Wunsch bestehen, die Handlungen nach den Richtlinien „gut“ zu machen. Dieses Götterbild ist es letztendlich auch, das Iphigenie und den Gefährten Orests das Verlassen von Tauris ermöglicht. zu ersparen, letztendlich aber doch aufgrund der vehementen Forderung Thoas (“Sprich offen! Iphigenie Thoas, König der Taurier Orest Pylades Arkas. 5. Für einen Moment vergisst sie bei der Hoffnung auf eine Rettung auch die Realität und denkt nicht an die freundlichen Taurer, die nach ihrem Gehen geopfert werden. Darüberhinaus nimmt Iphigenie in Bezug auf die Wiedereinführung der Menschenopfer eine andere Position ein, die im engen Zusammenhang mit ihrer eigenen Erfahrung und dem sich daraus für sie ergebenen Götterbild steht. Und schließlich ist es auch Thoas, der sich am Ende des Dramas seine Fehlinterpretation anhand der Tradition eingestehen muß, und durch den in die Zukunft gerichteten Wunsch “Lebt wohl!” (V.2174) die Instanz der Zukunft zweifellos anerkennt. Aufzugs des Originaltexts von Iphigenie auf Tauris in verständlicheres Deutsch kann hier (Teil 1) und hier(Teil 2) gefunden wurde. Iphigenie soll Thoas belügen, damit die Flucht gelingen kann. Auch der König Thoas tut vieles für Iphigenie und ist mittlerweile ihr zweiter Vater geworden, aber sie stellt sich trotzdem nicht zufrieden, denn sie will mehr als nur Gutherzigkeit. Aufbau des Dramas I Exposition: Iphigenie wird als Hauptperson eingeführt: Sie leidet am Leben in der Fremde und bittet die Göttin um Hilfe zur Heimkehr (I,1). Die Hauptfigur Iphigenie ist aufgrund der Sehnsucht nach ihrer Heimat Griechenland unglücklich und findet das Leben auf der Insel Tauris grauenvoll. Gegen Ende dieser ersten Begegnung zwischen Iphigenie und Thoas sind somit die für den weiteren Dramenverlauf entscheidenden Antagonismen hinreichend manifestiert. In Iphigenie auf Tauris setzt Goethe seine Hauptfigur einen für diese Zeit klassischen Konflikt aus - der Entscheidung zwischen Vernunft und persönlichem Wunsch. Meiner Meinung nach handelt sie ein bisschen unüberlegt, weil die Götter nicht jedem helfen können, auch wenn sie den Menschen Wohlbefinden wünschen, wie es Iphigenie erklärt. Hiermit wird die im Anschluss folgende Schlüsselszene vorbereitet, in der sie Thoas das Komplott gesteht und so für ihre Moral alles auf das Spiel setzt. In: Jahrbuch des Freien deutschen Hochstifts 1999. - Es dauert nur 5 Minuten In einem inneren Konflikt zweifelt sie an ihrem Verhalten, da sie in Wirklichkeit niemanden anlügen will, egal wie groß der Wunsch zu fliehen ist. Mit seiner Iphigenie zeigt Goethe nicht nur den Konflikt zwischen Zwang und Wille auf, sondern zeigt dem Leser auch das Menschenideal. April 1779 in Weimar aufgeführt (Goethe ->Orestes). Sie stellt sich mutig vor ihm, erzählt die komplette Wahrheit und hofft auf sein Verständnis. Iphigenie auf Tauris Schauspiel Erste Fassung (Prosa) am 6. Erneute Bearbeitung 1781, dann ruht die Arbeit bis zur Italienreise, 1787 endgültige Fassung (Blankvers) in Rom verfertigt und an Herder geschickt. Nachdem sie Thoas mehrmals auf sein Versprechen hinweist, dass sie heimkehren darf, wenn aus ihrer Familie noch jemand am Leben ist, bekommt sie ihren Willen. Hier klicken, um das Antworten abzubrechen. 1780 erste Versfassung, 1781 dann wieder Prosa-Fassung. Iphigenie auf Tauris. Zentraler Konflikt à Iphigenies Sehnsucht . Vielmehr rechnet er mit einem Zeichen der Götter, welches seine Auslegung noch bekräftigt: “Doch ist der Weg auf ewig dir versperrt / Und ist dein Stamm vertrieben oder durch / Ein ungeheures Unheil ausgelöscht, / So bist du mein durch mehr als ein Gesetz.” (V. Adorno arbeitet am Beispiel des von ihm als zentrale Stelle Konflikt: Ringen um Wahrhaftigkeit Wahrheit <-> Lüge Handlungsalternativen 1. In: Ders. Ferner löst der sittliche Mensch konkrete politisch-soziale Konflikte allein durch seine Humanität, die als erlösendes Prinzip dargestellt und Bestandteil einer ethisch-religiösen fundierten Ordnung ist. Auf seiner Suche nach sittlichen Maßstäben schuf Goethe vier Fassungen der Iphigenie, die reichlich Stoff für einen langen und langatmigen Theaterabend gegeben hätten. Konflikt zwischen Tauris und der Familie, symbolisieren: „O bleibe ruhig, meine Seele! Zum Einen die der Handlungsebene, zum anderen die der verschiedenen Götterbilder, deren Kontradiktion und deren Bedeutung im Bezug auf das gesammte Drama im Einzelnen noch zu klären sein wird. Es fehlen die Gefühle des Königs, dem es schwer fällt Iphigenie das letzte Mal zu sehen. Die Studienplatzklage – Chancen, Fristen, Ablauf und Kosten, 10. Sie will die Flucht nicht vereiteln. Iphigenie ist nun wieder alleine. Hallo Leute, Ich schreibe bald eine Deutsch Klausur zur Erschließung und Interpretation einer Dramenszene. Auftritt Analyse In dem Auszug aus dem Drama „Iphigenie auf Tauris“ (1. Iphigenie hat ein schlechtes Gewissen, entscheidet sich aber trotz allem für die Lüge, um die Opferung hinauszuzögern. 1. Iphigenie wird von ihrem Vater Agamemnon geopfert, weil es das Orakel befahl. DIE DIFFERENTEN GÖTTERBILDER DER BEIDEN HAUPTANTAGONISTEN Der Wunsch des Skythenkönigs Thoas Iphigenie, die auf Tauris als Tempelpriesterin tätig ist, “Als Braut in meine Wohnung einzuführen” (V.250) 1 stellt im Wesentlichen die Rahmenhandlung des sich abzeichnenden Konflikts zwischen Iphigenie und Thoas dar. Iphigenie plagt schreckliches Heimweh, aber dennoch will sie ihrer Retterin Diana gegenüber nicht undankbar sein und auch der Heiratsantrag des Königs bringt sie in Konflikt, da sie sein Vertrauen nicht enttäuschen will, ihn aber keinesfalls heiraten möchte, denn dann würde sie auf Tauris bleiben müssen. Dort dient Iphigenie dem König Thoas. Thoas sieht sich durch die andauernde Anwesenheit Iphigenies auf Tauris in seinem Götterbild und in der richtigen Interpretation des Gegebenen bestätigt und stellt fest, daßsein Wille Iphigenie zu heiraten durchaus durch den Willen Dianas legitimiert sei: “Die Göttin übergab dich meinen Händen; / Wie du ihr heilig warst, so warst du’s mir” (V. Im Gespräch mit dem König gibt es eine Steigerung des Konfliktes, nämlich die direkte Konfrontation. Damit hält jetzt Thoas nichts mehr auf, sie gehen zu lassen und „Lebet wohl“ (Vers 2174) zu sagen. Learn vocabulary, terms, and more with flashcards, games, and other study tools. Doch Iphigenie schafft es, eine friedliche Lösung zu finden und Thoas dazu zu bringen, ihnen die Heimfahrt zu erlauben. Im Gegensatz zum Rückhalt der Tradition, welche Thoas auf seine Deutung des Willens der Göttin Diana anwenden kann, stützt sich Iphigenie lediglich auf die bloße Interpretation der göttlichen Rettung vom Opferaltar in Aulis. Nicht einmal der Hinweis auf den Fluch, der auf ihrer Familie lastet, kann den König abhalten, am Ende droht … Infolgedessen fleht sie haltungslos die Göttin Diana an, ihr ein weiteres Mal zu helfen. 3.2. 11 Das Menschenopfer wird durch das Gebet der Priesterin ersetzt. Akt. Orest droht nun selbst, Opfer der Rachespirale zu werden und möchte den Fluch lösen, indem er Iphigenie von Tauris holt.